Personen bei einer Buehnenaufführung.

Narri, Narro – keine fünfte Jahreszeit ohne die Knöpfle-Sitzung

Ende Januar brodelte erneut der Kuppenheimer Kulturtempel Wörtelhalle. Bereits zum 17. Mal ließ die Narrenzunft Knöpfle gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mww die fünfte Jahreszeit hochleben.

Frank Strolz, der Vorsitzende der Knöpfle und Florian Neumaier, Mitarbeiter der mww, moderierten gemeinsam durch ein abwechslungsreiches Programm. Es gab vieles zum Sehen, zum Lachen und zum Mitmachen. Die Beiträge der Knöpfle mit den hübschen Gardemädchen und mehr wurden mit genauso viel Applaus bedacht, wie die Beiträge aus den Reihen der mww.

Hier ging Imelda Klumpp als fleißige Gärtnerin in die Bütt. Playbackauftritte zu bekannten Hits gaben Daniela Horn und Elfriede Schlotter sowie Karl-Heinz Pfeffer und „Stefan und Stefan“ alias Stefan Wiegele und Stefan Schaar zum Besten. Fehlen durften natürlich nicht die „mww-Dancer“, die einen flotten Indianertanz präsentierten und die Inkluba, welche mit Ohrwürmern wie „Rote Lippen“ oder „An Tagen wie diesen“ einheizten.

Neben weiteren Auftritten von Mitarbeitern eroberten auch die Rastatter Gruppenleiter die Bühne und machten als flotte Bienen namens Maja mit dem Grashüpfer Flipp eine gute Figur. Während der beliebten Disco-Runde zum Abschluss einer tollen Veranstaltung waren sich alle einig: Bei den Knöpfle ist es am Schönsten.

Ansprache in Gaggenau.

Der inklusive Treff im Herzen der Stadt Gaggenau hat geöffnet

Im August 2016 kam Pfarrer Tobias Merz, Leiter der Seelsorgeeinheit Gaggenau, auf die Lebenshilfe zu, darüber nachzudenken, ob wir uns eine soziale, integrative Nutzung des bisherigen Brezelverkaufsstands vorstellen könnten. Natürlich konnten wir das.

Eine lange Planungsphase, viele Sitzungen, zahlreiche Gespräche, guten Nerven, gefühlte 25Tausend Mails und nicht zu zählende Telefonate waren erforderlich, bis es soweit war. Viele Sponsoren und Spender machten es möglich, dass mitten im Herzen der Stadt Gaggenau ein inklusiver Treffpunkt für unterschiedlichste Begegnungen entstehen konnte.

Wir haben es geschafft – am 01.12.2017 wurde der Josef-Treff feierlich eröffnet. Hier wird Menschen mit Einschränkungen auch die Möglichkeit geboten, ihre Arbeitskraft bei verschiedenen Veranstaltungen einzubringen.

Nun muss der Josef-Treff mit Leben gefüllt werden. In der Eröffnungswoche und im Dezember sind Veranstaltungen geplant, die unterschiedlicher nicht sein können. Über ein regelmäßig erscheinendes Faltblatt und über die Tagespresse, wird rechtzeitig über die verschiedenen Veranstaltungen informiert.

Vier Personen mit einem Pferd.

Betrieblich integrierter Arbeitsplatz auf einem Pferdehof

Frederic Gaus und seine Lebensgefährtin Sara Widmann, die eine Reitschule in Gernsbach betreiben, suchten über soziale Netzwerke einen Praktikanten. Unser Jobcoach wurde auf die angebotene Stelle aufmerksam. Nach mehreren Gesprächen war klar, dass einem Inklusionsprojekt nichts im Wege steht. Schnell war ein Mitarbeiter gefunden, welcher auf das gesuchte Profil der Reitschule passte: Markus Bauer. Der Mitarbeiter in der Garten- und Landschaftsgruppe der Murgtal-Werkstätten hat eine hohe Affinität zu Pferden und ist auch schon erfolgreich Turniere geritten.

Nach intensiver Einarbeitung arbeitet Markus Bauer nun autonom und eigenverantwortlich in der Reitschule. Seine Hauptaufgaben sind die Reinigung der Boxen, die Anlagenpflege sowie die Mithilfe beim Füttern der Tiere. Im Januar 2018 mündet das Praktikum in einen betrieblich integrierten Außenarbeitsplatz der Murgtal-Werkstätten, was bedeutet, dass der Mitarbeiter unbefristet, weiterhin aber als Werkstattmitglied halbtags in der Reitschule arbeiten kann. So kann er nach Feierabend in der Reitschule und nach einer Mittagspause in seinem früheren Job in der Garten- und Landschaftsgruppe der mww mitarbeiten.

Die Arbeit auf dem Reiterhof stellt für Markus Bauer eine Möglichkeit zur Teilhabe am gesellschaftlichen Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt dar. Für den Betreiber der Reitschule ist die Mitarbeit eine große Unterstützung und Markus Bauer mittlerweile ein wertvolles Teammitglied. Bei Bedarf stehen pädagogische Fachkräfte der Werkstätte in allen Belangen im Bereich Arbeit weiterhin zur Verfügung.

Sieben Personen mit einer Schaufel.

Vorfreude auf ein neues Zuhause im Murgtal

„Ich bin die Charlotte Mokosch und ich ziehe als Erste hier ein“, mit diesen Worten hat sich eine künftige Bewohnerin der neuen Wohnhauses unseres Ambulant Betreuten Wohnens in Gernsbach beim ersten Spatenstich allen vorgestellt.

In der Weinauerstraße 12 werden künftig 11 Nutzer in 2 Dreier-WGs und 5 Einzelwohnungen ein neues zu Hause finden. Ergänzt werden die Wohnungen mit einem Gemeinschaftsraum sowie einem Büro für den ambulanten Wohndienst. Eine Terrasse, um am Flussufer draußen sitzen zu können, darf selbstverständlich nicht fehlen.

Im Spätsommer 2018 soll das Haus fertig sein. Die Vorfreude auf den Einzug in das neue Zuhause ist groß. Denn die schöne Lage mitten in Gernsbach ist ideal für unsere Bewohner, die vieles zu Fuß erledigen können. Auch die Stadtbahnhaltestelle ist schnell zu erreichen